Tiergestützte Ergotherapie


Ein kurzer Auszug aus einem Artikel: 

[...Die Kontaktaufnahme mit dem Hund beginnt zuerst durch Beobachtung und den Aufbau von Vertrauen. Zu Anfang wird der Hund erst einmal mit den Augen wahrgenommen, seine Bewegungen werden verfolgt und es wird versucht, sie einzuschätzen. Fixieren und Verfolgen fällt Menschen mit Muskel- und Gleichgewichtsstörungen schwer. 

Besonders Kinder können das Verhalten von Hunden oft nicht einschätzen, weil sie einerseits die Körpersprache des Hundes nicht verstehen und durch ihre Integrationsproblematik andererseits ihren eigenen Körper und dessen Körpersprache oft nicht ausreichend spüren. Sie lernen in Beobachtung und Gespräch - auch über den Vergleich mit dem Hund - auf der bewussten und den unbewussten Ebenen ihren eigenen Körper und dessen Ausdrucksmöglichkeiten besser kennen...

Mit der intensiven vergleichenden Beobachtung und im begleitenden Gespräch, das sowohl Innehalten wie auch Konzentration erfordert, wird die Sprechbereitschaft und die Sprachfähigkeit des Kindes gefördert....] Auszug aus “Der Hund im Einsatz in der Ergotherapie”, Petra-Kristin Petermann

Wann hilft tiergestützte Ergotherapie?

Nähe-Distanzprobleme

Einschränkungen im Sprechen oder der Sprache

Wahrnehmungsstörungen

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche

angeborenen Behinderungen (z.B.: Morbus Down, Prader-Willi-Syndrom, Infantile Cerebralparese )

ADS, ADHS

mangelndem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen

Autismus

Schwierigkeiten im Sozialkontakt

Schwierigkeiten in der Kraftdosierung

Berührungsängste

Bei bestehendem Wunsch nach einem Tier

Wie ich dazu kam

Tiergestützte Ergotherapie ist seit Jahren ein großes Interessensgebiet für mich gewesen. Ich habe schon mit 14 Jahren Kindervoltigiergruppen als Co-Trainerin geleitet und war bis zur Geburt meines Sohnes immer im Reitstall mit verschiedenen Tierarten in Kontakt und habe mit Kindern und den diversen Tieren einen Großteil meiner Freizeit verbracht. Aus diesem Hobby heraus ergab sich immer der Berufswunsch mit Kindern und Tieren auch professionell später arbeiten zu können. 

 

So habe ich schon meine Fachbereichsarbeit in der Ausbildung zur Ergotherapeutin über dieses Thema geschrieben. Im November 2006 habe ich mir dann nach langer und ausführlicher Suche meinen großen Traum von einem Hund den ich in die Therapie mit einbeziehen kann erfüllt.

 

Im Laufe der Zeit wurde unser Hof aber immer größer und so sind nun auch Pferde, Ponys, Schweine, Kaninchen, Hühner, Meerschweinchen, drei Hunde und eine Katze unsere tierischen Co-Therapeuten.

 

Alle Tiere werden nur mit ihrer Einverständnis in Therapiesequenzen miteinbezogen.

 

 

Bilder der Tiere finden Sie hier